Altdeutschland | 24 Mariengroschen (2/3 Thaler) | Braunschweig-Wolfenbüttel | 1789 | Karl Wilhelm Ferdinand, 1780-1806 | Welter 2910

Die Fakten zur Münze (24 Mariengroschen (2/3 Thaler) 1789) im Überblick:

Gewicht : 17,00 g
Durchmesser: 35,00 mm
Dicke: 2,1 mm
Material: Silber
Gesamtauflage: unbekannt
Prägejahre: 1789 -1800
Ø Preise: 50 €

Zum Ende der Kipper- und Wipperzeit, (1618 – 1623 Zeit einer Inflation) erlebten die niedersächsisch-westfälischen Mariengroschen eine Renaissance. Auf den zuvor mit Mariendarstellungen abgebildeten Münzen wurden nun auch Monogramme der Herrscher, Darstellungen des „wilden Mannes“ oder des welfischen Rosses abgebildet. Sie wurden in Nominalen zu 2, 4, 6, 12 und 24 Mariengroschen geprägt und waren vor Einführung der Reichsmark-Währung des deutschen Kaiserreichs, das dortige gängige Zahlungsmittel. Der Umrechnungskurs eines 24 Mariengroschen war ein Gulden oder 2/3 Taler.
Das Sachsenross (oder Welfenross), entstammt den politischen Herrschaftsgebieten der Welfen und prägt noch heute das Wappen des Landes Nordrhein-Westfalen.
In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts tritt das Ross erstmalig in Siegeln und Wappen in Erscheinung. Das Sachsenross gilt als „altes“ Symbol sächsischer Stammesidentität und diente als politisches Symbol um Macht- und Gebietsansprüchen auszudrücken. Das springende Ross war beim Volk äußerst beliebt und zog deshalb auf zahlreichen Münzen unterschiedlicher Nominale ein. Auch heute sind die Münzen der Welfen ein sehr beliebtes und gesuchtes numismatisches Sammelgebiet.

Die Aversseite der Münze zeigt ein springendes, ungesatteltes Pferd: „Sachsenross,“ frei von rechts nach links galoppierend und mit wehendem Schweif. Unterhalb des Pferdes steht das Nominal nach dem Leipziger Münzfuß von „2/3“.

24 Mariengroschen Avers

24 Mariengroschen Avers

Die lateinische Umschrift der Aversseite lautet „D.G.CAROLUVS GVIL FERD DVX BRUNS ET LVN.“ (Von Gottes Gnaden Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel (* 9. Oktober 1735 in Wolfenbüttel; † 10. November 1806 in Ottensen bei Hamburg).
Die Münzseite weist ihrem Alter entsprechend Abnutzungsspuren auf und entspricht dem Erhaltungsgrad „schön“ (s), da die Münze Henkelspuren aufweist und somit die sonst sehr schöne Erhaltung qualitativ reduziert. Das Relief ist gut erkennbar, der Rand hat im oberen Bereich seine ursprüngliche Kerbung verloren.

Auf der Reversseite prangen für das Nominal mittig die römischen Zahlen „XXIIII“ 24 und „MARIEN GROSCH“ in zwei Reihen. Darunter befindet sich klein das Münzmeisterzeichen: „M.C.“ zwischen zwei rosettenförmigen fünfblättrigen Blumen.

24 Mariengroschen Revers

24 Mariengroschen Revers

Unterhalb des Münzmeisterzeichens befindet sich eine rautenförmige geviertelte Verzierung. Die Münzseite ist umschrieben mit der Umschrift: „NACH DEM LEIPZIGER FVS 1789“ (dem Jahr der französischen Revolution). Der Beginn und das Ende des umlaufenden Textes werden oben , mittig durch eine fünfblättrige Blume markiert. Der Rand des Revers besteht als kleinen Kerben. Die Erhaltung der Münzseite kann ebenfalls, wie beim Avers als „schön“ (s) eingestuft werden.

Die Familie Hornung handelt in 3. Generation mit Münzen, Briefmarken, Edelmetallen, Schmuck und Luxus-Uhren. Für unsere internationale Kundschaft bewerten und suchen wir diese feinen Sachwerte im direkten Ankauf oder auch in Kommission. Neben dem Handel ist Torsten Hornung von der Industrie- und Handelskammer zu Wiesbaden als Sachverständiger für Briefmarken bestellt und vereidigt! Sein Leistungsspektrum können Sie hier einsehen: Vereidigter Briefmarkensachverständiger.